Bürgerkurzinfo 08-2019 - Ausschuss Schule, Soziales und Gemeinwesen

Kurzbericht über den Ausschuss für Schule, Soziales und örtliche Angelegenheiten am 24.10.2019

Nach den formellen Akten begann diese sehr umfangreiche und äußerst informative  Sitzung mit den Berichten der Schulleiterinnen.Die Rektorin der Lerchenschule berichtete über zahlreiche durchgeführte und auch geplante Aktivitäten und die aktuellen Schülerzahlen.

Bei den Dauerthemen Stellenbesetzung und Unterrichtsversorgung zeichnet sich endlich eine dauerhafte Verbesserung ab.

Im Anschluss erläuterte sie einen neuen und überraschend herausgegebenen Erlass des KM, welcher die Bezahlung der pädagogischen Mitarbeiter in der Ganztagesbetreuung neu regelt.Erfreulicher Weise verbessert sich für diese wichtigen Mitarbeiter die Situation dahingehend, dass am November ein die Vorbereitung ihrer Arbeit mit vergütet wird. D sich allerdings die Stundenzahl nicht erhöht, sondern es sich um ein rechnerische Vergütung handelt, bedeutet dies, es wird eine Stunde bezahlt, davon wird ein Teil für Vorbereitung verrechnet und der Rest für die eigentliche Betreuung. Schlussendlich bleibt weniger Zeit „am Kind“ übrig.

Nachfragen zur Thematik  der Schulleitung bei der Landesschulbehörde sind noch nicht abschließend beantwortet, stand jetzt wird aber keine Kompensation erfolgen, was wiederum eine Reduzierung des AG Angebots um bis zu vier AGs der Ganztagesbetreuung ab dem 2. Schulhalbjahr nach sich zieht.

Im folgenden Austausch wurde einerseits Freude für die verbesserte Situation der PM Ansicht geäußert , zugleich die wichtige Bedeutung der Ganztagsschule für den Ort Faßberg hervorgehoben und andererseits erste Lösungsansätze, bspw. den Einsatz von Bundesfreiwilligendienstleistenden, die ins Spiel gebracht.

Abschließend wurde vereinbart, dass nach dem Eingang weiterführender Erkenntnisse ein gemeinsames Gespräch mit Schule, Elternvertretern, Politik und Verwaltung geben wird, um das sehr gute Ganztagsangebot auch weiter zu gewährleisten.

Bevor Frau Nickel ihren Part mit einem herzlichen Dank an Eltern, Förderverein und Verwaltung für die gute Zusammenarbeit schloss, teilte sie mit, dass von zu Beginn ihrer Tätigkeit vorhandenen Schulden i.H.v. ca. 75.000€  im Ganztagsbereich zurzeit noch etwa 8.700€ zu tilgen sind und dieser Betrag Anfang 2020 voraussichtlich auf 1.100 bis 2.500 € Defizit weiter schrumpfen wird.

Für dieses gute Ergebnis und als Dank für Ihren erfolgreichen aber mit Augenmaß geführten Sparkurs erhielt Frau Nickel einen herzlichen Applaus und es wurde der kurzfristig eingebrachte Antrag auf Übernahme der Restschuld durch die Gemeinde einstimmig angenommen.

Der Bericht seitens der Schulleitung Müden war dann deutlich kürzer.

Frau Conrads informierte ebenfalls über aktuelle Schülerzahlen und Projekte sowie einige bevorstehende Veränderungen im Bereich der französischen Schule. Nach Ausführungen zum Sachstand der laufenden Fokusevaluation wurde ausführlich über die Fortsetzung der Luftbrücke AG gesprochen.

Diese wird aus organisatorischen Gründen zunächst an der Grundschule Müden und im darauf folgenden Schulhalbjahr dann in Faßberg fortgeführt.Später wurde zur Durchführung einer Abschlussfahrt nach Berlin ein Zuschuss von bis zu 2500€ beschlossen.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass sobald als möglich diese AG wieder von beiden Schulen gemeinsam weitergeführt wird .Am 22.November wird im Rahmen einer kleinen Feierstunde das Ergebnis der bisherigen AG, das kindgerechte Luftbrückenmuseum eröffnet.

Nächster Tagesordnungspunkt war der Bericht der Schulsozialarbeiterin Frau Rüther.

Sie skizzierte zunächst die Rahmenbedingungen und Ziele ihre Arbeit, um danach eindrucksvoll zu erläuterte, wie wichtig diese auch in unserer Gemeinde ist. Spätestens, als sie von den in diesem Jahr erfolgten drei Inobhutnahmen von Kindern unserer Gemeinde durch das Jugendamt berichtete,  bestand an der Bedeutung ihrer Arbeit keinerlei Zweifel mehr.

Auch die Integrationsbeauftragte der Gemeinde zog mit ihren Schilderungen die Zuhörer in ihren Bann.

Doch eher unbemerkt leistet sie sehr wichtige und auch erfolgreiche Arbeit, von welcher ein großer Teil die Unterstützung bei der Bewältigung der Bürokratie ausmacht.Als Beispiele ihrer Tätigkeit gelungen Integration nannte Frau Bönsch unter anderem das durchschnittlich sehr Höhe Sprachniveau der Stufe B1 und die ungebremst Motivation, weitere Sprachkurse zu besuchen, aber auch ehrenamtliches Engagement geflüchteter in der Seniorenbetreuung oder das Singen im Chor.

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Herr Beßler über Planungen für den Ausbau des Kindergärten Hasenheide zur Verbesserung der Kindergartensituation. Zu Teilhaushalten für das Haushaltsjahr 2020 wurde beraten und einstimmig wurde beschlossen, dass die für Unterhaltung der Spielplätze bereit zu stellenden Mittel von 5 000 auf 15000€  erhöht werden sollen.

Mit Informationen über das unbedenklich Ergebnis der Raumluft Beprobung in der Lerchenschule und über die Neugestaltung der Sportlehrehrung ab 2020 endete der offizielle Teil dieser äußerst informativen Sitzung.

In der anschließenden Zuhörer Fragezeit wurde noch über gefundene Lösungen für einen zwingend notwendigen Sicht und Wärmeschutz für den Hort in Müden und die angespannte Verkehrssituation vor der Lerchenschule  gesprochen.

gez. Korbinian Bocksch